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Schafau

 

ENTSTEHUNGSZEIT UNSICHER

Erste Urkunden erscheinen erst gegen Ausgang des Mittelalters. Der Ort ist nach dem Bach gleichen Namens benannt. Vor der Reformation geh├Ârte Schafau kirchlich zu Rastenberg, wurde aber von Herzog Georg von Sachsen von der Rastenberger Kirche abgetrennt, um ihn dem Einfluss der Reformation zu entziehen.

1598

Der Taufstein mit dieser Jahreszahl l├Ąsst den Schluss zu, dass an Stelle der heutigen Kirche ein anderes, vermutlich h├Âlzernes Gotteshaus gestanden hat.

1731

Die Grundsteinlegung der heutigen Kirche erfolgte von Maurermeistern aus Hardisleben und Herrengosserstedt, der Innenausbau durch einen Zimmermeister aus Burgwenden, Hersteller der Kanzel war ein Meister aus Kerspleben, das Schieferdach deckte ein Meister aus K├Âlleda.

GESCHICHTE EINES GROSSEN NAMENS

1741 heiratet der Rastenberger Drechslermeister Johann Christoph Zeiss die 1720 in Schafau geborene Eva Marie Reibenstein in der Kirche von Schafau. Es ist die zweite Generation der Rastenberger Zeiss-Familie, aus der 1816 in Weimar Carl Zeiss hervorgehen wird, dessen Name in der ganzen Welt mit Jena verbunden ist.

1890

Die Gemeinde Schafau kauft f├╝r 1100 Reichsmark ein Geh├Âft, um dessen Wohnhaus mit einem Aufwand von 600 Reichsmark zu einem gro├čen Klassenzimmer nebst Nebenzimmer umzubauen. 28 Kinder werden in diesem Jahr von einem Lehrer unterrichtet.

1895

Der 1. Schafauer Gesangsverein mit 11 M├Ąnnern wird gegr├╝ndet.

1904

Zeitgen├Âssische Aufzeichnung in der Ortschronik: ÔÇ×Schulze Canzler bringt seine Freude auf Papier, um dem Forschritt zu huldigen, dass das erste Telephon im Haus des Amtsvorstehers Fritsche seine Aufstellung fand.“

1914

    1.Mai: Schafau wird an die Teilstrecke K├Âlleda -Lossa der Finnebahn angeschlossen.

    1.Weltkrieg: 27 Schafauer werden zum Kriegsdienst eingezogen, von denen 4 fallen.

1924

In der Schafauer Schule werden 24 Kinder unterrichtet.

1934

Gr├╝ndung der Freiwilligen Feuerwehr Schafau.

1937

Die Schafauer Schule wird angesichts von nur nur noch 6 Sch├╝lern geschlossen und der Lehrer nach Burgwenden versetzt. Die Schafauer Kinder m├╝ssen fortan nach Bachra in die Schule laufen.

Es gibt 2 Telefone: im Haus des Amtsvorstehers und in der Schenke.

1939-45

28 Schafauer werden zur Wehrmacht eingezogen, 11 von ihnen fallen. Aus Schlesien kommen 50 Vertriebene.

1950

Der Landtag von Sachsen-Anhalt beschlie├čt den Zusammenschluss von Bachra und Schafau zur Gemeinde Bachra.

1959

Einrichtung des Schulbusverkehrs nach Bachra.

1978

Bau der Trinkwasserleitung nach Bachra, haupts├Ąchlich in Handschachtung durch die Schafauer Einwohner, wodurch die Eigenversorgung aus 20 Brunnen ├╝berfl├╝ssig wird.

1983

Bau des Feuerwehrhauses.

1984

Eine Umgehungsstra├če entlastet Schafau vom Durchgangsverkehr der Fernverkehrsstra├če (heute Bundesstra├če) 176.

1988

Das Kirchenschiff wird neu eingedeckt.

1991

Aufstellung eines Gedenkkreuzes in der Kirche f├╝r die Gefallenen und Vermissten Schafauer des 2. Weltkrieges.

Alle Einwohner erhalten einen Telefonanschluss.

Die seit 1782 bestehende Gastst├Ątte wird geschlossen.

1992

Der Kirchturm wird mit Schiefer gedeckt, Turmknopf (letztmals 1933 ge├Âffnet), Wetterfahne und Uhr werden erneuert.

1993/94

    Mit Beschluss des Gemeinderats Bachra wird Schafau zum 1.1.1994 Ortsteil von Rastenberg.

1994

Einweihung des Kinderspielplatzes.

Er├Âffnung des Schafauer Kalksteinbruchs (6,1 ha).

1995

Abriss des Tanzsaales.

1999

In Schafau werden der erste Ortsb├╝rgermeister und der erste Ortschaftsrat gew├Ąhlt.

2001

Im Zuge des postalischen Nachvollzugs der kommunalen Neugliederung in Th├╝ringen beschlie├čt der Ortschaftsrat auf Antrag der Stadtverwaltung die Umbenennung der Hauptstra├če in ÔÇ×Unter dem Bornberg“ zur Vermeidung einer Dopplung mit der Hauptstra├če in Bachra.

Als Ortsratmitglieder sind weiterhin Helmut Theile, Bodo Braun und Harald Gie├čler t├Ątig.
Uwe Beilicke  gibt sein Mandat zur├╝ck, da er nach Rastenberg umzieht.
Bei mehreren Eins├Ątzen der Kameraden der FFw und Schafauer Jugendlichen wurden auf dem Gel├Ąnde des Steinbruches der Firma K. Maenicke einige tausend B├Ąume und Str├Ąucher gepflanzt.

    Hans Wullert, Ortsb├╝rgermeister (2001)

Anmerkungen: Naumann, Louis: Geschichte des Kreises Eckartsberga, 1927

Aufzeichnungen aus der Ortschronik

Stammbaum der Familie Zeiss (pers├Ânlicher Besitz)

2002

 Mit Unterst├╝tzung der Firma K. Maenicke  wird die Sanierung  des Dorfplatzes fertiggestellt
(Errichtung des neuen Dorfbrunnens als Mittelpunkt des Platzes, Pflastern des Dorfplatzes) und vom B├╝rgermeister der Stadt Rastenberg,A. Vogel, f├╝r den Verkehr freigegeben. Anschlie├čend gibt es eine kleine Feier.

 2003

 Der Weg zwischen den Geh├Âften Beilicke und K├╝rschner kann u.a. durch die Bereitstellung von Technik und Material durch den Steinbruchbetreiber K. Maenicke zu einer mit Gro├čgranit ge-

pflasterten Stra├če modernisiert werden.

 Die Kirchenglocke erh├Ąlt durch die Firma Christian Beck aus K├Âlleda eine elektrische L├Ąutanlage.

 2004

 Im B├╝rgerhaus werden die Fenster und die Eingangst├╝r erneuert, f├╝r den Bereich der FFw
fehlt dann jedoch das Geld.

 In der Ortsratssitzung am 30. 07. 2004 werden durch den Ortsteilb├╝rgermeister H.-G. Wullert durch Handschlag folgende Ortsr├Ąte neu verpflichtet:
Harald Gie├čler, Bodo Braun, Heiko Sorber und Mathias Canzler.

 2005

 An zwei Wochenenden werden von 18 Schafauer Einwohnern auf dem Gel├Ąnde des Steinbruches
der Fa. K. Maenecke ca. 3000 Geh├Âlze gepflanzt, darunter Feld- und Bergahorn, Buche, Ulme, Eiche sowie verschiedene Str├Ąucher.
Der Hauptweg auf dem Friedhof wird durch die B├╝rger verbreitert und neu gestaltet.

 2006

 Der alte Jugendclub wird durch den Bau eines neuen Hauses ersetzt. Den Abriss und den Neuaufbau haben Schafaus Jugendliche selbst organisiert und durchgef├╝hrt. Diese Aktit├Ąten
wurden in einem Film festgehalten.

 Der Betreiber des Steinbruches, K. Maenicke, teilte  dem Ortsrat mit, dass in der Woche vom
31. 07. bis 04. 08. 2006 im Steinbruch Schafau eine Lockerungssprengung durchgef├╝hrt werden soll.
Der Ortsrat ist entsetzt und missbilligt diese Entscheidung sehr, da bei der Genehmigung des
Betriebsplanes Sprengungen nicht vorgesehen waren.
Die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen dem Steinbruch-Betreiber und den Schafauer B├╝rgern ist wohl damit zu Ende.

 2007

 Zwei gro├če Birken vor dem Kirchgarten in Schafau m├╝ssen aus Sicherheitsgr├╝nden gef├Ąllt werden, da diese seinerzeit auf die Rohre des Bachlaufes gepflanzt wurden. Es wird bef├╝rchtet, dass sie bei Sturm nicht mehr gen├╝gend Halt haben und auf die Fahrbahn st├╝rzen k├Ânnten.
Am Platten- und Kratzberg werden umfangreiche Arbeiten zur Verbesserung der Lebensbe-dingungen  gef├Ąhrteter Arten vorgenommen. Diese beziehen sich vorwiegend auf die Auslichtung
des Waldes. Die ersten Ergebnisse dieses Projektes sollen am 16. Mai 2007 bei einer Exkursion durch die untere Naturschutzbeh├Ârde vorgestellt werden.

 2008

 Bei Bauarbeiten wird festgestellt, dass ein Teil des B├╝rger- und Feuerwehrhauses auf fremden Eigentum steht. Ortsrat und Stadtverwaltung bem├╝hen sich um eine rasche Kl├Ąrung dieser peinlichen Angelegenheit, da die Fenster vom Flur und der Toilette durch den Bau einer Halle in der Nachbarschaft bereits zugebaut wurden.

2009

 Noch nicht gekl├Ąrt sind die Eigentumsverh├Ąltnisse f├╝r das neue B├╝rger- und Feuerwehrhaus.
Im Juni wurden die neuen Ortsr├Ąte (Bodo Brauns, Ronny Canzler, Heiko Sorber und Martin Wullert) und der Ortsteilb├╝rgermeister (Hans-Georg Wullert) gew├Ąhlt.
Die Seilbahn auf dem Kinderspielplatz in Schafau wurde total erneuert.

 2010

Da die Eigentumsverh├Ąltnisse des B├╝rger- und Feuerwehrhauses noch nicht gekl├Ąrt sind,
erhielt Schafau bedauerlicherweise keine der gro├čz├╝gig  ausgereichten Konjunkturmittel
vom Landkreis S├Âmmerda.

 2011

 Durch die anhaltenden Verhandlungen der Stadtverwaltung in Person von Frau Feske wurde
endlich nach vier Jahren Verhandlungsdauer das B├╝rger- und Feuerwehrhaus Eigentum der
Gemeinde Schafau.
So feierte man auch in diesem Jahr ein z├╝nftiges  Dorffest, bei welchem von Frank Heimb├╝rge
aus Oberrei├čen einSchwein am Spie├čzubereitet wurde.

2012

 Die neu errrichtete, den modernen Verkehrsbedingungen entsprechende Bushaltestelle, wird an die Gemeinde ├╝bergeben.

 2013

 Das durch die Fa. K├Âhler GmbH  sanierte B├╝rger- und Feuerwehrhaus wirdzum ÔÇ×Dorfgemein-schaftshaus“ umbenannt.

 2014

 Starke Regenf├Ąlle f├╝hren am 19. September zur ├ťberflutung der B 176 mit Schlamm und Ger├Âll.
Auch die Kanalisation durch den Ort war den Wassermassen nicht gewachsen, so dass es auch
hier vorr├╝bergehend zu ├ťberschwemmungen kam. Es entstanden aber keine gr├Â├čeren Sch├Ąden.
In Vorbereitung der Erneuerung des Spielplatzes werden u. a. mehrere B├Ąume gef├Ąllt.
Der marode Fu├čboden in der Glockenetage desKirchturms wird in Eigeninitiative neu gedielt.

 Bemerkung: Die Aufz├Ąhlung von Veranstaltungen und Ereignissen der jeweiligen Jahre erhebt keinen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit. Dem Verfasser ging es ausschlie├člich darum, Vergangenes chronologisch einzuordnen und als Erinnerung nachlesbar festzuhalten.

 © Hans-Georg Wullert, Ortsb├╝rgermeister (02/2015)

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